Kindergarten wird angebaut

Weil die Gemeinde Schwarzach derzeit an Einwohnern wächst, muss sie in nächster Zeit kräftig in ihre Zukunft investieren. In der Sitzung des Gemeinderates wurden die Erweiterung des Kindergartens in Münsterschwarzach auf den Weg gebracht.

Zeit drängt

In der Ratssitzung ließ Bürgermeister Volker Schmitt zunächst über den drängenderen Punkt, den Kindergarten in Münsterschwarzach, beraten. Ingenieur Rudy Laatsch vom Planungsbüro Brändlein in Wiesentheid trug die bereits im Juli vorgestellten und nun geänderten Varianten vor. Das Gremium entschied sich für einen Anbau etwa in der Größe des bestehenden Gebäudes. Die weiteren Alternativen, eine Aufstockung oder ein kompletter Neubau, fanden keine Mehrheit.

Die Zeit drängt. Bürgermeister Schmitt wies darauf hin, dass derzeit ein Teil des Horts mit 54 Kinder aus Platzgründen in der Arche in Stadtschwarzach ausgelagert sei. Damit der Anbau möglichst bald beginnen kann, wird der mit den Behörden vorbesprochene Entwurf nun bei der Regierung eingereicht. Sobald von dort die Zusagen für Bau und Förderung vorliegen, erfolgt die Ausschreibung.

Aufstocken mit vielen Nachteilen

Das Konzept der Planer mit dem Anbau sagte den Beteiligten am meisten zu. Hier lägen die untergebrachten sechs Kindergarten- und Krippengruppen ebenerdig und nebeneinander. Kindergartenleiterin Katja Schreck zeigte Vorteile dieser Variante aus ihrer Sicht auf.

Ingenieur Laatsch erläuterte Einzelheiten. So hat er das im ersten Entwurf monierte Flachdach in zwei Satteldächer umgearbeitet. Dazu wird der Anbau weitestgehend nach hinten, nach Norden gerückt. Die bisherigen Parkplätze auf dem Grundstück werden ausgelagert, der Geräteschuppen wird abgerissen. Zudem will die Gemeinde von einem Anlieger rund 80 Quadratmeter Grund erwerben. Damit beträgt der Außenbereich des Grundstücks rund 940 Quadratmeter, was für die Regierung laut Planer Laatsch ausreichend sei. Bei den Kosten von 1,9 Millionen Euro könne man mit etwa 1,1 Millionen an Zuschuss rechnen.

Die Variante mit dem Aufstocken des Gebäudes sei zwar möglich, sie böte jedoch laut Ingenieur einige Nachteile. Das Dach müsste runter und entkernt werden. Ob der Bau ein zusätzliches Stockwerk aushalte, sei fraglich. Zudem müssten die Kinder während der Bauzeit in einem anderen Gebäude untergebracht werden. Außerdem hätte der Hort dann zwei Treppenhäuser, als Auflage würde möglicherweise ein Aufzug gefordert, fügte Bürgermeister Schmitt an. Ungünstig sei außerdem der Speisesaal im Obergeschoss.

Für Neubau kein Grundstück

Gegen einen kompletten Neubau des Kindergartens spreche, dass die Gemeinde derzeit kein geeignetes Grundstück in Ortsnähe zur Verfügung habe. Die Summe für den Kauf eines Grundstücks käme hier noch zu den berechneten Baukosten. Bürgermeister Schmitt gab auch zu bedenken, dass eine Nachnutzung des alten Gebäudes schwierig sei. Außerdem müsste die Gemeinde im Fall eines Neubaus die erhaltenen Zuwendungen für den Umbau 2009 teilweise zurück zahlen.

Mit der nun beschlossenen Variante des Anbaus zeigten sich die Räte zufrieden. Ralf Henninger und Hartmut Ratz hätten den Punkt Neubau gerne näher betrachtet. Alois Möslein fand die Außenfläche, die übrig bleibt, zu klein

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